25 Tipps für deine Zeltküche im Winter

Sobald der Kocher in der Zeltküche im Winter brennt, stellt sich bei mir auch bei großer Kälte so etwas wie Behaglichkeit ein. (Foto: Malte Hübner)

Das Kochen nimmt eine wichtige Rolle in der Routine auf Wintertouren ein. Schnee wird geschmolzen, Essen zubereitet und ein kleines bisschen Wärme erzeugt. Für die Zeltküche im Winter habe ich daher die wichtigsten Erfahrungen und Tipps zusammengestellt, damit alles gut gelingt, aber lies selbst.

  1. Hebe dir in der Apsis einen Graben aus, um bequem sitzen zu können und genug Abstand zur Zeltdecke zu haben.
  2. Beim Kochen sollten alle Lüfter am Zelt offen sein, damit sich innen nicht zu viel Kondensfeuchtigkeit am Zelt niederschlägt.
  3. Daunenschlafsäcke solltest du erst nach dem Kochen auspacken, damit sie nicht feucht werden.
  4. Verwende in deiner Zeltküche im Winter einen waschechten Winterkocher, in den meisten Fällen also wohl einen Benzinkocher.
  5. Lege dir ein dünnes Kocherbrett oder die Schneeschaufel unter den Kocher, damit er nicht im Schnee versinkt.
  6. Bei einem Benzinkocher entsteht beim Aufdrehen nach dem Vorheizen häufig eine Stichflamme. Dein Zelt kannst du vor der Flamme mit einem Topfdeckel oder einer Pfanne schützen, indem du sie darüber hältst bis der Kocher sauber läuft.
  7. Brennstoff sparst du am besten mit einem Windschutz (auch bei Windstille), der Verwendung eines Deckels und einem Kocherbrett. Auch Wärmetauscher am Topf sparen etwas Energie.
  8. Die Topfgröße sollte zum Schneeschmelzen mindestens 1,5 Liter für eine Person und 2 Liter für zwei Personen umfassen.
  9. Gib beim Schneeschmelzen immer einen Schuss Wasser in den Topf, denn das beschleunigt den Vorgang ungemein.
  10. Achte beim Umfüllen von Benzin genau darauf, dass dieses nicht mit der Haut in Kontakt kommt. Durch die Verdunstungskälte kannst du dir schnell Hautschäden und Erfrierungen zuziehen. Ich nutze zum Umfüllen und Kochen immer dünne Lederhandschuhe aus dem Armeebedarf.
  11. Ausgelaufenen Brennstoff solltest du immer aufwischen, da er sich entzünden könnte.
  12. Gelangt Schnee in die Anschlüsse vom Benzinkocher, kann es sein, dass diese sich nicht mehr richtig verbinden lassen. Sei besser vorsichtig, bevor Benzin aus einer undichten Verbindung austritt.
  13. Lege dir alle Utensilien und Zutaten bereit, da beim Suchen zwischendurch am schnellsten ein Missgeschick geschieht. Die Zeltküche im Winter erfordert Ordnung.
  14. Feuerzeuge brauchen es warm genug, damit das Gas austritt. Ich wärme sie daher etwas in der Hand vor. Streichhölzer sind zum Anzünden etwas besser geeignet, dürfen aber auf keinen Fall nass werden. Fällt dir dein warmes Feuerzeug in den Schnee, wird der Kopf sofort vereisen. Hab daher besser Ersatz dabei.
  15. Löffel wähle ich meist aus Kunststoff. Metall ist in der Kälte unangenehm anzufassen. Für Fertiggerichte empfiehlt sich ein Löffel mit langem Stiel.
  16. Du kannst meist leichter aus einer Schale oder einem Napf essen, als von einem flachen Teller. Achte auch auf einen großen handschuhtauglichen Griff.
  17. Antihaftbeschichtete Töpfe lassen sich deutlich leichter mit Schnee auswischen.
  18. Freezer Bag Cooking (FBC), also das Aufgießen eines vorbereiteten Gefrierbeutels, spart den Abwasch. Um das Essen beim Durchziehen warm zu halten, kannst du es in eine Mütze stecken oder dir einen Pot Cozy basteln.
  19. Fülle dir tags immer deine Thermosflasche, damit du genug trinkst. Auch eine Weithalsflasche als Wärmflasche im Schlafsack erfüllt ihren Zweck gleich doppelt.
  20. Ein Isolierbecher hält am Morgen den Kaffee warm, während in der Kanne schon der Tee für den Tag zieht.
  21. Du kannst den Proviant für einen Tag in einem 3-Liter-Ziplockbeutel zusammenhalten. Das spart die Suche und du kannst vorher schon Portionen abpacken. Außerdem sieht man schnell, was noch übrig ist. (Lass es bitte Schokolade sein.)
  22. Die passende Portion Müsli im Ziplock-Beutel solltest du direkt mit Milchpulver vermischen, dann verklumpt das Pulver beim Auffüllen mit Wasser später weniger.
  23. Dinge, die aufgetaut (Wundcreme) oder getrocknet (Socken) werden müssen, können beim Schneeschmelzen vorsichtig auf den Topfdeckel gelegt werden.
  24. Auf manchen Touren hat nur einer aus der Gruppe gekocht und konnte sich entsprechend alles vorbereiten, kannte sich aus und behielt den Überblick. Das war nicht die schlechteste Idee. Andere können dafür vielleicht länger Spuren oder Navigieren.
  25. Und zum Schluss das wichtigste…unsere Wintertouren sind schließlich meist Urlaub: Schmecken lassen!

Jetzt bist du an der Reihe. Siehst du etwas anders oder möchtest es ergänzen, dann freue ich mich über deinen Kommentar.

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