Vapour Barrier Liner sind (k)ein Wundermittel

Ein Vapour Barrier Liner schützt den Daunenschlafsack vor dem Körperschweiß, damit auf langen Wintertouren die Isolation erhalten bleibt. (Foto: Malte Hübner)

Zwei große Mythen liest man immer wieder, wenn es um Vapour Barrier Liner, kurz VBL geht.

  1. Mythos: Ein VBL bringt mehrere Grad Temperaturgewinn und schützt effektiv vor Erfrierungen.
  2. Mythos: Du liegst in deinem eigenen Saft wie ein Huhn im Bratbeutel.

Haben diese beiden Vorurteile einen wahren Kern? Oder verhält es sich mit einem VBL-Schlafsack doch ganz anders? Eine kleine Aufklärung.

Welches Problem löst ein Vapour Barrier Liner?

Bei einem VBL handelt es sich um ein Schlafsack-Inlett, welches deine hochwertige Schlafsackfüllung vor Feuchtigkeit schützen soll. Genaugenommen geht es um den Schutz vor deinen Ausdünstungen, also Schweiß.

Gelangt der Schweiß als Wasserdampf in deinen Schlafsack, ist das zunächst noch kein Problem. Daunen- oder Kunstfaserschlafsäcke können inzwischen eine Menge ab. Da die Umgebungstemperatur jedoch so niedrig ist, liegt der Taupunkt nicht außerhalb, sondern innerhalb deines Schlafsacks. Die Feuchtigkeit kann daher nicht in die Umgebungsluft verdunsten, sondern friert im Schlafsack an der Isolation ein. Der Loft der Füllung bricht dadurch nicht gleich zusammen. Bei sehr kalten Außentemperaturen würde es mit der Zeit sogar wieder trocknen. So wie die nasse Wäsche im Garten bei knackigem Frost trocken friert.

Das Problem heißt Komprimieren

Gäbe es da auf Wintertouren nicht ein Problem: Du komprimierst den Schlafsack in der Regel jeden Morgen und stopfst ihn zurück in Rucksack oder Pulka.

Dadurch passiert es unweigerlich, dass die Füllung zusammengepresst wird, weiter festfriert und der Schlafsack nach dem nächsten Auspacken nicht mehr loftet. Nun steckst du in ernsten Schwierigkeiten, denn trocknen kannst du den Sack auf den meisten Touren nicht.

Mit einem VBL kannst du dich vor diesem Problem schützen. Er ist ein dampfdichter Innenschlafsack, der die Durchfeuchtung der Füllung effektiv verhindert. Du liegst dann über Nacht in dieser Hülle im eigentlichen Schlafsack.

Aufbau eines VBL

Da der Vapor Barrier Liner eine Dampfsperre darstellt, muss sein Stoff gut beschichtet sein. Meist eignet sich dafür silikonisiertes Nylon am besten. Es ergibt sich von selbst, dass atmungsaktive Stoffe untauglich sind, weil der Wasserdampf hindurch kommt. Auch die Nähte müssen gut verarbeitet sein, sodass durch die Einstichlöcher der Naht kein Wasserdampf nach außen gelangen kann. Achte beim Kauf auf gut getapte Nähte. Eine Doppelkappnaht und etwas Silnet helfen bei einem selbstgenähten VBL.

Wer viel Geld sparen will, kann auch Müllbeutel aufschneiden und mit Klebeband aneinanderkleben. Das ist zwar günstig und oft sehr leicht, hält aber nicht lange.

Dein VBL sollte oben am Hals gut zu schließen sein, da sich sonst bei Bewegung die Luft im Inneren mit der Umgebungsluft austauscht. Das wirkt sehr erfrischend. Wegen des eher engen Halsabschlusses habe ich eine Gummikordel im Kragen des VBL und keine normale Kordel. So kann ich zur Not immer noch schnell herauskommen, auch wenn ich in der Panik nicht mehr gleich den Tanka finde.

Der Rab Hooded VBL verfügt über eine Kapuze. (Foto: Malte Hübner)

Ein VBL endet üblicherweise etwa am Wärmekragen im Schlafsack, also direkt am Hals. Es gibt allerdings auch Modelle mit Kapuze. Mir selbst ist es ohne Kapuze lieber, da ich Angst davor habe, dass sich nachts die Kapuze verdreht und dann auf meinem Gesicht liegt. Andererseits scheint eine Kapuze natürlich sinnvoll, da wir auch am Kopf schwitzen.

Idealerweise passt der Schnitt deines Vapour Barrier Liner direkt zum Schlafsack. Manchmal kannst du den VBL sogar am Fußende im Schlafsack befestigen, wenn du dort Laschen für ein Inlett hast.

Schützt der VBL vor Erfrierungen?

Zwar findet man VB-Liner vor allem auf Wintertouren im Expeditionsstil, aber ein echter Schutz gegen Erfrierungen ist diese dünne Stoffschicht natürlich nicht. Die Isolation kommt vor allem von deinem Schlafsack. Der Wärmezuwachs durch einen korrekt verwendeten VBL liegt gefühlt bei maximal 3-5° Celsius, was ich in die Berechnung des nötigen Schlafsack-Setups nicht einberechnen würde.

Kurzfristig schützt der Vapour Barrier Liner also nicht vor Erfrierungen. Langfristig hält er aber deine Isolation trocken und damit ihre Funktion am Leben.

Liegt man im eigenen Saft?

Viele stellen sich die Nacht in einer Plastikfolie als eher unangenehm vor. Die Feuchtigkeit kann ja nicht mehr weg. Die Vorstellung, in einer Pfütze zu liegen, ist aber schlichtweg falsch.

Nach dem Einstieg wird es im VBL merklich feuchter. Das geht jedoch nicht im gleichen Verlauf weiter, sondern bleibt nach ein paar Minuten so. Im VBL sind nun 100% Luftfeuchtigkeit erreicht, die Luft ist also gesättigt. Der Körper dünstet dann nicht weiter aus, weil nichts mehr dünsten kann.

Unangenehm wäre dieser Zustand nur, wenn man mit nackter Haut im Schlafsack liegen würde. Dann würde der Stoff vom VBL kühl an der Haut kleben. Im tiefen Winter schlafen wir aber sowieso in langer Unterwäsche und mit Liner-Socken. Hier hat Wollunterwäsche den Vorteil, dass sie auch im leicht feuchten Zustand noch wärmend wirkt. Ich empfehle daher einen Satz Merino-Unterwäsche im Vapour Barrier Liner.

Andere wählen auch ein Seideninlett oder einen Merinoliner als Zwischenschicht. Mir persönlich wäre das eine Schicht zu viel Gefummel: Inlett, VBL, Schlafsack, ggf. Biwaksack.

Erst durch gut versiegelte Nähte wird ein VBL wirklich dampfdicht, denn wasserdicht reicht in diesem Falle nicht. (Foto: Malte Hübner)

Ein auflaminiertes Gewebe innen im VBL könnte es angenehmer machen, trocknet dann allerdings nicht so schnell. Denn eines ist klar. Die Zwischenschicht an Unterwäsche oder Inlett wird gut durchfeuchtet werden, da sie in 100% Luftfeuchtigkeit liegt. Deine Daunenjacke solltest du also in keinem Fall mit anziehen, um den Temperaturbereich des Schlafsacks zu erweitern.

Morgens beim Ausziehen des VBL ist es übrigens kurz unangenehm, wenn du mit der feuchten Unterwäsche in die kühle Luft kommst. Manchmal bildet sich sogar Reif auf der Merinowolle. Diesen kannst du aber leicht abklopfen. Den VBL kannst du zum Trocknen kurz auf links drehen und die Eiskristalle dann abschütteln.

Weitere Irrtümer

  1. „Einen VBL braucht man nur bei Daunenschlafsäcken.“ Nein, auch Kunstfaser kann beim Komprimieren verklumpen. Dieses moderne Watteflies steht Daune nur noch in wenig nach.
  2. „Feuchte Klamotten nehme ich zum Trocknen mit in den Schlafsack.“ Das mag im Sommer funktionieren, im VBL ist es vollkommen nutzlos. Versuche lieber, kurz vorm Ende der Tagesetappe etwas langsamer zu machen, damit du nicht verschwitzt ankommst.
  3. „Mit einem VBL bleibt mein Schlafsack absolut trocken.“ Von innen ja, aber natürlich kann auch von außen Kondensfeuchtigkeit oder Reif deinen Schlafsack nass werden lassen. In sehr feuchten Bedingungen kann daher zusätzlich ein Biwaksack außen über den Schlafsack gezogen werden. Hochwertige Schlafsäcke mit Membran in der Außenhülle brauchen das natürlich nicht.
  4. „Ich stecke einfach meinen Bivy in den Schlafsack, das funktioniert genauso.“ Wenn dein Biwaksack dampfdicht ist, ja. Die meisten Modelle sind jedoch atmungsaktiv und daher unbrauchbar.
  5. „Es ist bestimmt witzig, in seinem VBL einen Hang runterzurutschen.“ Okay, das ist wahrscheinlich nicht naheliegend. Wir mussten es natürlich trotzdem ausprobieren. Ich sage euch: Das macht der Stoff nicht mit.

Wann ist ein VBL sinnvoll?

Die Meinungen sind geteilt, wann ein VBL sinnvoll ist. Kritiker sagen, dass ein VBL in Skandinavien nicht nötig sei, da man fast immer Möglichkeiten zum Trocknen des Schlafsacks finden kann. VBL-Befürworter merken hingegen an, dass der Zeitpunkt ungünstig sei, wo man bemerkt, dass man wohl doch besser einen VBL benutzt hätte.

Ich würde die Diskussion salomonisch so zusammenfassen: Ab Touren über 3 Nächten ist ein VBL sinnvoll. Bei kürzeren Touren brauchst du dir keine Gedanken zu machen.

Etwas ausführlicher entscheide ich es so: Bei Sonnenschein oder regelmäßigen Besuchen in Hütten (ca. alle drei Tage) sollten sich immer wieder Gelegenheiten bieten, den Schlafsack zu trocken. Schüttle ihn dabei immer mal wieder auf, damit die Füllung sich lockert. Schwitzt du nachts viel oder hast durch das Wetter eine feuchte Umgebung, dann nutze einen VBL. Oder bist du auf einer Tour, wo es auf die absolute Verlässlichkeit deines Schlafsacks ankommt? Dann gehe ebenfalls auf Nummer sicher.

Welche Frage ich noch nicht beantworten konnte: Wenn der Schlafsack nicht stark komprimiert wird, weil er in einem Bedding Bag oben auf der Pulka liegt, kann er dann besser trocknen oder fällt der Loft gar nicht erst zusammen? Wäre ein Bedding Bag eine Empfehlung für VBL-Gegner?

Mein tourerfahrener Leser Traugott hat noch eine andere Möglichkeit für sich entdeckt, wie man den VBL vermeiden kann: Er nutzt einen Polyester Sommerschlafsack über dem Daunensack. So verschiebt sich der Taupunkt weiter nach außen und die Daune bleibt trocken. Der Kunstfaserschlafsack kommt dann tagsüber offen oben auf die Pulka und kann dort trocknen. Wenn dir ein Overbag auf Dauer nicht zu fummelig ist, könnte das eine Alternative für dich sein.

Übersicht über die verschiedenen Modelle

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die mir bekannten Modelle zu vergleichen. Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung ja auch.

Rab Hooded Vapour Barrier Liner

Wie der Name schon sagt, hat dieser VBL eine Kapuze, die man allerdings nicht zwingend aufsetzten muss.

  • Material: 30D Ripstop SilNylon; silikonimprägniert und PU-beschichtet; die Nähte sind nicht getaped
  • Größe: 225 x 75 cm/48 cm (Körperlänge 195 cm)
  • Verschluss: normale Kordel mit Tanka
  • Packmaß: 15 x 10 x 10 cm; Packsack aus Mesh am Fußende angenäht
  • Gewicht: 168 Gramm inkl. Packsack (nachgewogen)
  • Preis: ca. 90 Euro

Meine Meinung: hochwertige Nähte, aber leider nicht getaped; sehr dünner Stoff; dank Kapuze auch als Notfallbivy nutzbar; mir ist er etwas zu eng, also eher für schlanke Menschen.

Link zum Rab Hooded Vapour Barrier Liner

Western Mountaineering Hotsac

Ein Klassiker unter den VBLs! Der Nylonstoff ist aluminiumbeschichtet. So soll vom VBL die Körperwärme reflektiert werden. Manche raten bei Aluminium davon ab, es direkt auf die Haut zu legen. Du trägst aber sowieso Unterwäsche. Aluminiumverbindungen sind allerdings nicht sehr umweltfreundlich.

  • Material: Ripstop Nylon; alubeschichtet; die Nähte sind nicht getaped
  • Größe: 200 x 78 cm/48 cm (Körperlänge 200 cm)
  • Verschluss: Gummikordel mit Tanka
  • Packmaß: 15 x 15 x 4 cm; Packsack aus gleichem Material am Fußende angenäht
  • Gewicht: 162 Gramm inkl. Packsack (nachgewogen)
  • Preis: ca. 100 Euro

Meine Meinung: hochwertiger VBL, Nähte leider nicht getaped; ist nicht zu eng, liegt aber trotzdem eng an, leider das teuerste Modell

Link zum Western Mountaineering Hotsac

Beim Western Mountaineering Hotsac VBL ist innen eine Aluschicht auflaminiert, die zusätzlich die Körperwärme reflektieren soll. (Foto: Malte Hübner)

Cocoon Vapor Barrier Liner

Das Modell von Cocoon ist noch eher neu. Bei der Beschichtung setzen sie auf ein TPU-Laminat, was wahrscheinlich die dichteste und ökologischere Kombination ist. Auch dieses Modell hat eine Kapuze.

  • Material: 15D Ripstop Nylon TPU Beschichtung
  • Größe: 225 x 84 cm (Körperlänge 195 cm)
  • Verschluss: Gummikordel mit Tanka
  • Packmaß: 13 x 8 cm; Packsack auf Brusthöhe angenäht
  • Gewicht: 160 Gramm
  • Preis: ca. 60 Euro

Meine Meinung: ökologischere Variante; etwas weiter geschnitten; den Packsack hätte ich lieber am Fußende; Schlaufen an Kopf- und Fußende sehr praktisch zum Trocknen

Link zum Cocoon Vapor Barrier Liner

Exped VBL Linerbag UL

Früher gab es von Exped auch eine schwere Variante. Meiner Erfahrung nach war diese das bekannteste Modell, allerdings mit unterschiedlichen Bewertungen. Offensichtlich ist er nicht bei allen Nutzern wirklich dicht. Der UL schneidet besser ab.

  • Material: 15 D Ripstop-Nylon, PU beschichtet, die Nähte sind getaped
  • Größe: 185 x 75 cm/50 cm (Körperlänge 185 cm)
  • Verschluss: normale Kordel mit Tanka
  • Packmaß: 16 x 10 x 10 cm, Packsack aus gleichem Material an Kopfende angenäht
  • Gewicht: 126 Gramm inkl. Packsack (nachgewogen)
  • Preis: ca. 65 Euro

Meine Meinung: ein Packsack ist am Fußende praktischer, da sich mit dem Packsack am Kopfende die Luft beim Packen schnell im Fußende sammelt und mühsam herausgedrückt werden muss; wirklich leicht, wirkt aber robust genug

Link zum Exped VBL Linerbag UL

PHD (Peter Hutchinson Designs) VBL

Diesen VBL könnte ich noch nicht selbst testen oder anschauen. Daher gerne ergänzen. Er hat ebenfalls eine Kapuze.

  • Material: Nylon, Nähte getaped
  • Größe: drei verschiedene Größen
  • Verschluss: Kordel mit Tanka
  • Packmaß: 18 x 10 cm, Packsack beiliegend
  • Gewicht: 280 Gramm
  • Preis: ca. 90 Euro

Meine Meinung: etwas schweres Modell, welches auch ein größeres Packmaß hat; bisher habe ich aber nur Gutes über diesen VBL gelesen (besonders in englischsprachigen Blogs)

Link zum PHD (Peter Hutchinson Design) VBL

Tundra Vapour Barrier Liner

Dieses Modell habe ich bei der Recherche gefunden. Ich kann daher nur Herstellerangaben widergeben.

  • Material: unbekannt, Nähte sind getaped
  • Größe: drei verschiedene Größen
  • Verschluss: Kordel mit Tanka
  • Packmaß: unbekannt
  • Gewicht: unbekannt
  • Preis: ca. 80 Euro

Meine Meinung: noch nicht vorhanden, ich freue mich daher über Meinungen anderer

Link zum Tundra Vapour Barrier Liner

Selbstbau VBL Modell „Winterfjell“

Ich wollte gerne 5 cm mehr Platz in der Breite und habe daher selbst genäht. Mein VBL war damit deutlich günstiger und hat sich bisher auf mehreren Touren bewährt. Der Stoff wirkt zwar nicht mehr ganz so geschmeidig wie früher, aber er scheint noch absolut dicht.

  • Material: 40 D Ripstop-Nylon; silikon-beschichtet; die Nähte sind nicht getaped
  • Größe: 220 x 90 cm/55 cm (Körperlänge 205 cm)
  • Verschluss: Gummi-Kordel mit Tanka
  • Packmaß: 15 x 15 x 10 cm; Packsack aus gleichem Material
  • Gewicht: 210 Gramm inkl. Packsack (nachgewogen)
  • Preis: ca. 35 Euro Materialkosten plus 90 Minuten nähen

Meine Meinung: Selbst zu nähen ist in dem Falle eines VBL deutlich günstiger und nicht besonders schwer. Wenn du die Naht nach unten setzt, liegst du darauf und brauchst die Naht nicht gesondert abdichten.

Bei meinem MYOG VBL aus Silnylon habe ich mir für die Nähte etwas Zeit genommen. (Foto: Malte Hübner)

Notfall-Biwaksäcke wie der LACD Bivy Bag

Das ist kein echter VBL. Es handelt sich vielmehr um einen Notfall-Biwaksack aus etwas stabilerer Rettungsdecke. Mit 108 Gramm ist er aber wirklich leicht und für 12 Euro ein günstiges Modell.

Und was sind VBL Socken und VBL Anzügen?

Auch für die Füße gibt es Vapour Barrier Liner Socken. Diese speziellen Socken werden über dünnen Linersocken getragen. Erst darüber kommt die dicke Schicht Wollsocken zur Isolierung. Durch diese dampfdichte Schicht wird verhindert, dass die Wollsocken oder die Schuhisolation durchnässt werden. Das ist einer der wichtigsten Tipps für warme Füße. Für diese drei Lagen ist natürlich eine Voraussetzung, dass in den Stiefeln genug Platz ist. Ich empfehle daher, bereits alle Lagen mit zum Stiefelkauf zu nehmen. Ich wähle meine Skistiefel immer 1-2 Nummern größer.

VBL-Socken gibt es von Exped und Rab käuflich zu erwerben. Beide halten nicht wirklich lang und überleben manchmal gerade eine Tour. Dafür sind sie mir einfach zu teuer. Ich habe mir aus dem Verschnitt vom VBL-Sack eigene Socken genäht, was dank des Hackens allerdings schon etwas kniffliger war.

Die selbst genähten VBL-Socken halten nicht viel länger als die käuflichen von Exped, sind aber deutlich günstiger. (Foto: Malte Hübner)

Längst kein Geheimtipp mehr, ist die Alternative „Brotbeutel“. Diese schlauchförmigen Beutel mit etwa 6-8 Litern Fassungsvermögen gibt es in Schweden und Norwegen in fast jedem Supermarkt. Sie halten zwar nur ein paar Tage, kosten aber quasi nichts. Und auch mit einem kleinen Loch taugen sie noch als Müllbeutel bis ans Ende der Tour.

Der Preiskracher unter den VBL-Socken sind Brotbeutel. (Foto: Malte Hübner)

VBL Anzüge sollen deine gesamte Kleidung vor Schweiß schützen. Ich habe damit bisher keine Erfahrungen gemacht und kenne solch Vorhaben nur aus ultralight-Kreisen. Obwohl ich VBL-Socken trage und im VBL schlafe, ist die Vorstellung, den ganzen Tag in einem VBL-Anzug zu stecken, auch für mich unangenehm.

Jetzt bist du an der Reihe. Siehst du etwas anders oder möchtest es ergänzen, dann freue ich mich über deinen Kommentar.

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