Fjellski für Wintertouren mit Pulka

Fjellski sind spezielle Langlauf oder Backcountry-Ski für Wintertouren in der hügeligen Landschaft des Fjells
Fjellski sind spezielle Langlauf oder Backcountry-Ski für Wintertouren in der hügeligen Landschaft des Fjells (Foto: Bene Bähr)

Die beste und bewährte Fortbewegungsmethode im Schnee aus eigener Kraft ist das Skilaufen oder auch Skifahren. Waren Fjellski in Skandinavien ursprünglich im Winter die einzige Möglichkeit, über das offene Land zu kommen, sind sie heute eher ein Sportgerät. Dabei haben sich verschiedene Arten von Ski entwickelt, wobei der sogenannte Fjellski für Wintertouren mit Pulka der geeignetste ist. Aber was sind Fjellski und worauf muss du bei Fjellski achten?

Noch vor einigen Jahren konnte man in Deutschland zuverlässig nur den E99 von Fischer (inzwischen umbenannt in Fischer Transnordic 66) bekommen und vielleicht manchmal noch den breiteren E109. Entsprechend ist er auch der bekannteste Fjellski und das Modell, mit dem ich meine Erfahrungen gesammelt habe. Um dir einen Überblick über die inzwischen zusätzlich erhältlichen Modelle geben zu können, habe ich nun gründlich recherchiert und andere Wintertouren-Menschen befragt.

Was sind Fjellski?

Der Begriff Fjellski (oder in Schweden auch Fjällski) ist ein eher in Skandinavien gebräuchlicher Begriff, der sich inzwischen auch in Deutschland weiterverbreitet. Gemeint sind damit Langlaufski für ungespurtes Gelände, also etwas länger und breiter als klassische Langlaufski. Im Prinzip handelt es sich um einen „Wanderski“. Wenn breite Langlaufski wie gemächliche „Nordic Cruiser“ etwa 55 mm breit sind, dann liegt ein Fjellski bei etwa 65 mm.

In Deutschland findet man diese Modelle häufig noch unter dem nicht trennscharfen Begriff Backcountry-Ski (kurz: BC-Ski), doch unter diesem Begriff findest du auch Modelle für das Skibergsteigen und Abfahrten im losen Pulverschnee. Dazu gehören auch die reinrassigen Telemarkski für Abfahrten im Telemarkstil, denn diese sind kürzer, noch breiter und etwas weicher. Diese Modelle sind für Wintertouren mit Pulka aber nur die zweite Wahl. Natürlich kannst du damit auf erste kurze Touren gehen, wenn du sie eh besitzt, aber langfristig bieten richtige Fjellski eben doch mehr Vorteile.

In der Ebene mit einer Pulka im Schlepptau spielen Fjellski ihre Stärken voll aus
In der Ebene mit einer Pulka im Schlepptau spielen Fjellski ihre Stärken voll aus (Foto: Malte Hübner)

Vorteile von Fjellski

Im Unterschied zu klassischen Langlaufski sind Fjellski etwas breiter und oft auch etwas länger, um dir den nötigen Auftrieb im Tiefschnee und ungespurten Gelände zu geben. Denn das ist auch ihre Hauptaufgabe, damit du in der Ebene über den Schnee laufen kannst und nicht darin versinkst. Je breiter der Ski bei gleicher Länge ist, desto weniger wirst du einsinken. Andererseits sind schmalere Fjellski spurstabiler und passen teilweise noch in gespurte Loipen. Maschinell gespurte Loipen in Skandinavien lassen oft noch gut eine Skibreite von 66 mm zu (ausprobiert mit Fischer E99). Damit wird es in Kurven aber schon eng. Bei stärker befahrenen Loipen sind die Ränder ausgefranster und es wird einfacher. Mit einer Pulka im Schlepptau solltest du auch noch darauf achten, ob diese in der Skispur läuft oder die Loipe zerstört.

Die Loipen in Deutschland sind oft schmaler als in Skandinavien und für Fjellski nicht mehr geeignet. Nimm für das Training zuhause besser Langlaufski.

Auch innerhalb der Kategorie Fjellski gibt es verschiedene Modelle für die verschiedenen Ansprüche. Wie bereits angedeutet, fängt das mit den Breiten und Längen der Ski an. Dies ist natürlich auch abhängig vom Gewicht der Person auf den Ski. Dazu kommen verschiedene Ausführungen mit Wachszonen, Schuppen oder integrierten Steigfellen. Es gibt Modelle mit und ohne Stahlkante und am Ende auch noch Spezialfälle für besondere Anwendungen. Aber der Reihe nach:

Länge und Breite der Fjellski

Längere und schmalere Fjellski sind spurstabiler und haben einen besseren Geradeauslauf. Entsprechend sind kürzere Ski etwas besser zu steuern. Breitere und längere Ski haben einen besseren Auftrieb im Tiefschnee. Allerdings geht die Breite teils auf Kosten des Geradeauslaufs. Abfahrtski sind oft sehr tailliert geformt und erinnern eher an eine Sanduhr bzw. eine 8. Taillierte Ski lassen sich beim Fahren besser „drehen“ und sind somit wendiger.

Fjellski ähneln hingegen eher Langlaufski und haben somit die Form eines I. Bei genauem Blick haben sie jedoch auch eine Taille, die etwa 10 mm schmaler ist als der vordere Teil des Fjellski. Der hintere Teil liegt meist irgendwo dazwischen. Der Fischer E99 hat zum Beispiel die Breiten 66-54-61 mm. Je taillierter sie sind, desto agiler lässt sich damit abfahren.

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Bevor du jetzt zu ganz breiten Modellen greifst, um nicht einzusinken: Bei Tiefschnee oder mehr als 30 cm Neuschnee bringt der beste Auftrieb nichts. Das Spuren wird dann (für den ersten in der Reihe) sehr mühsam und man sollte sich abwechseln. Unter 2 km/h Fortschritt sind auf Wintertour keine Seltenheit! Dafür kommst du auf festem Schnee mit schmalen Ski besser voran. Beim Belag wirst du bei allen Fjellski irgendeine Form von Kunststoffen finden, die frühere Holzski mit geteerten Unterseiten ersetzt haben. Der Kern der meisten Fjellski ist nach wie vor aus leichtem Holz (z. B. Pappel) konstruiert und mit Röhren zur Gewichtsreduktion durchzogen.

Die richtige Größe der Fjellski

Egal, was die Angaben bei Herstellern dir auch suggerieren mögen, die Größe deiner Fjellski richtet sich nicht nach deiner Körperlänge, sondern nach deinem Körpergewicht. Die meisten Modelle haben eine Gewichtsangabe für ihre Nutzer (Beispiel: Größentabelle Fischer Transnordic 66). Bei dieser Gewichtsangaben solltest du immer bedenken, wie viel zusätzliches Gewicht durch deine Kleidung und ggf. deinen Rucksack dazu kommen. Für Skitouren mit sehr schwerem Rucksack kann es also durchaus nötig sein, den Ski eine Nummer länger zu wählen, als für Touren ohne Rucksack, aber dafür mit Pulka. Andererseits solltest du nicht so knapp planen, dass du nur mit deinem Gepäck noch Grip hast und ohne die Zuladung keinen Abdruck mehr hinbekommst. Lass mich das kurz erklären.

Jeder Ski hat eine gewisse Vorspannung. Bei Idealbedingungen berührt der mittlere Teil des Skis unbelastet nicht den Boden. Dies ist die sogenannte Steigzone zum Abstoßen. Belastest du den Ski beim Abstoßen in der Vorwärtsbewegung, berührt die Steigzone den Boden und gibt dir so den nötigen Grip. Während des anschließenden Gleitens entlastest du durch die Gewichtsverlagerung auf das andere Bein den Ski wieder und die Steigzone bremst dich nicht durch Schleifen am Boden. In der Praxis im unwegsamen Gelände ohne Loipen und mit wechselnden Untergründen spielt das aber eine geringere Rolle, als man vielleicht denken mag.

Dann wird zu wenig Grip zum größeren Problem als zu viel Grip. Besser bei Idealbedingungen etwas langsamer vorankommen als am kleinsten Hang zu scheitern. Ein etwas unterdimensionierter Ski ist dabei im Vorteil. Weil viele Fjellski auch in der maximal erwerblichen Länge von etwa 210 cm „nur“ ein Nutzungsgewicht von 90-100 kg angeben, haben große und schwere Personen mit Rucksack sowieso keine andere Wahl als das Schleifen der Steigzone.

Ein netter Nebeneffekt: Für Neulinge ist es oft einfacher, mit einem kürzeren Fjellski unterwegs zu sein, da man sich beim Fischgrät-Schritt bergauf nicht so oft auf die Skienden tritt und einen kurzen Ski besser manövrieren kann.

In der Steigzone des Fjellskis finden sich Schuppen oder ein Wachsbereich
In der Steigzone des Fjellskis finden sich Schuppen oder ein Wachsbereich (Foto: Malte Hübner)

Die Steigzone bei Fjellski: Schuppen, Wachs oder Felle?

Damit du dich mit der Steigzone abstoßen kannst, braucht es natürlich irgendeinen Halt auf Eis und Schnee. Es gibt daher Modelle mit Schuppen (sog. crown oder no-wax, beispielsweise der Fischer Transnordic 66), Modelle mit Wachsfläche in der Mitte des Skis (Bsp.: Åsnes Amundsen) oder Modelle mit integrierten Kurzfellen in der Steigzone (Bsp.: Madshus Fjelltech M50 Skin). Schuppenski sind etwas weniger pflegebedürftig. Die Norweger schwören hingegen oft auf das Wachsen ihrer Ski und sind damit schneller unterwegs. Im Detail finden sich aber noch mehr Unterschiede:

Schuppenski

  • sind gute Allrounder und spielen ihre Stärke im leicht hügeligen Gelände aus
  • benötigen kein Steigwachs in der Steigzone, müssen also unterwegs weniger betreut werden (Schuppen niemals wachsen!)
  • gefräste Schuppen haben eine deutlichere Kante und damit mehr Halt als thermisch geformte Schuppen
  • sollten für sehr gute Gleiteigenschaften alle paar Tage in der Gleitzone mit Gleitwachs gewachst werden (no-wax bezieht sich nur auf das Steigwachs)
  • wird es steiler, benötigst du trotz Schuppen zusätzlich Steigfelle
  • insgesamt sind Schuppenski etwas langsamer

Wachsski

  • sind die schnellste Variante und spielen ihre Stärke daher vor allem bei langen Abfahrten
  • benötigen Steigwachs und bei Eis oder nassem Schnee Klister in der Steigzone
  • die richtige Wachswahl je nach Temperatur ist eine Wissenschaft für sich (und somit mindestens so ein Gesprächsthema wie das Wetter!)
  • sollten für sehr gute Gleiteigenschaften alle paar Tage in der Gleitzone mit Gleitwachs gewachst werden
  • wird es steiler, benötigst du trotz Steigwachs zusätzlich Steigfelle

integrierter Kurzfelle

  • vollständig integrierte Kurzfelle, die dauerhaft am Ski montiert sind, kommen eher bei modernen Langlaufski vor, gibt es aber vereinzelt auch bei Fjellski
  • besserer Halt auf Harsch als Schuppenski, bremsen dafür bei der Einfahrt in Neuschnee etwas stärker
  • sollten für sehr gute Gleiteigenschaften alle paar Tage in der Gleitzone mit Gleitwachs gewachst werden (no-wax bezieht sich nur auf das Steigwachs)
  • die Haltbarkeit der Felle ist begrenzt
  • Langfelle lassen sich nicht über die integrierten Kurzfelle kleben

Wer also einen „No-Brainer“ sucht, landet wohl oder übel bei Schuppen-Ski. Wer das Wachsen vom Langlaufen kennt, wird mit einem Wachsski etwas schneller unterwegs sein. Eine sehr gute Wahl ist es bei beiden Varianten, nach Modellen mit integrierter Aufnahme für Kurzfelle zu schauen. Inzwischen gibt es diese auch bei Schuppenski (Bsp. Åsnes Nansen waxless oder Amundsen Fram waxless) und belegen, dass Kurzfelle und Schuppenski durchaus zusammenpassen. Oft wird behauptet, dass Kurzfelle auf den Schuppen nicht halten können. Mehr zu Kurz- und Langfellen für Fjellski findest du in meinem Beitrag über Steigfelle.

Stahlkanten für Halt auf Eis

In der Regel haben alle Fjellski eine durchgehende Stahlkante an der Seite. Zum einen schützt das deinen Belag beim Kontakt mit Felsen. Zum anderen ist diese so geschliffen, dass sie dir auf vereistem Untergrund besseren Seitenhalt zum Steuern ermöglicht. Wichtig ist dies beim Abfahren und Traversieren von vereisten Hängen. Wird die Stahlkante mit der Zeit stumpf, kann man sie im Skihandel neu schleifen lassen. Wenn man das öfter machen will, lohnt sich vielleicht irgendwann die Anschaffung eines Seitenwangenhobels und einer Stahlkantenpfeile. Damit kann man nach dieser Anleitung zur Stahlkantenpflege auch selbst Hand anlegen. Wer mit einer Hopfenschorle vorbeikommt, kann beide Werkzeuge bei mir im Keller nutzen.

Menschen, die mit Hund auf Wintertour gehen wollen, sollten überlegen, ob sie nicht besser ein Modell (Bsp. Åsnes Finnmark 54 waxless) ohne Stahlkante wählen. Denn diese ist so scharf, dass sie beim Kontakt mit dem Tier Verletzungen verursachen können.

Neben den gefrästen Schuppen ist hier auch die scharfe Stahlkante für mehr Seitenhalt erkennbar
Neben den gefrästen Schuppen ist hier auch die scharfe Stahlkante für mehr Seitenhalt erkennbar (Foto: Malte Hübner)

Spezielle Anwendungen

Für Expeditionen ins arktische Eis werden in der Regel mormale hochwertige Fjellski genommen. Das spricht schon einmal für ihre Robustheit. Dort brauchst du daher keine speziellen Modelle. Aber auch bei den Fjellski gibt es Mischwesen zwischen Abfahrtski und Fjellski. Diese sind dann noch stärker tailliert und breiter. Oder es gibt klassische Langläufer, die durch höhere Breite den ein oder anderen Ausflug off-piste ermöglichen. Für spezielle Ansprüche kann das sehr sinnvoll sein. Ich denke zum Beispiel an das Skifahren im Telemark-Stil oder Tagesausflüge von einer Ferienhütte im Skigebiet in Skandinavien. Außerdem gibt es von einigen Herstellern inzwischen auch Frauenmodelle wie den Cecilie von Åsnes. Außer den kürzeren Größen für das (teils) niedrigere Gewicht und einem anderen Design kann ich darin aber keinen Unterschied zu Unisex-Modellen erkennen.

Lagerung und Pflege deiner Fjellski

Es ist egal, ob du deine Fjellski liegend oder stehend lagerst. Du solltest sie dabei aber in keinem Fall mit Gewicht belasten. Sonst kann es passieren, dass sich der Ski verformt oder der Belag Schaden nimmt. Vor dem Einlagern im Sommer solltest du den Ski noch einmal wachsen, da er so vor dem Austrocknen geschützt ist. Das alte Wachs sollte dann vor der nächsten Tour mit Wachsentferner entfernt werden. Die Bindung kannst du zum Schutz etwas einfetten. Wenn deine Fjellski schon etwas in die Jahre gekommen sind, dann kann ein professioneller Skiservice sie wieder fit machen. Für ca. 25 Euro werden dabei die Stahlkanten geschliffen und der Belag gewachst. Eine Belagsreparatur kostet ca. 10 Euro mehr. Ein gepflegter Fjellski hält viele Jahre, bis sein Belag verschlissen oder die Vorspannung des Skis ausgeleiert ist.

Wie gut muss ich Skifahren können?

Ganz im Ernst, ich bin ein miserabler Skifahrer und würde für eine längere Tour trotzdem immer die Fjellski empfehlen. Ich stapfe dann manchmal vor mich hin und versichere mir selbst, dass es ja schließlich „Ski-laufen“ heißt. Die eine oder anderen Gelegenheit für „Schneeuntersuchungen“ bleibt dann nicht aus. Mit den wichtigsten Basics zum Fjellskifahren kommt man aber gut voran:

Hvordan gå på fjellski (basics)

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Wenn es in steileres Gelände geht, nehme ich zusätzlich noch Schneeschuhe mit, um die Pulka den Berg hinauf und hinab zu bekommen. Wenn du selbst nun vor der Wahl stehst, schau doch mal in meinen Beitrag über Ski oder Schneeschuhe.

Wo und welche Fjellski kaufen?

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Herstellern, die einzelne Fjellski im Angebot haben (oft unter der Bezeichnung Backcountry-Ski). Åsnes und Fischer sind dabei die Platzhirsche und lassen sich über spezialisierte Händler wie SportAlbert.de und Sport-Conrad.de auch in Deutschland gut beziehen. Durch die vielen Details empfehle ich euch im Zweifel eine Beratung im Fachhandel.

Konkrete Modelle kann ich dir nur schwer empfehlen, da ich sie selbst nicht alle kenne. Aber wenn du gerne eine Eingrenzung auf absolut taugliche Modelle willst, dann schau dir für mehr Auftrieb und Wendigkeit die Modelle Transnordic 82 von Fischer (kein Schuppenski!) oder den Nansen waxless von Åsnes an. Für mehr Geschwindigkeit und Geradeauslauf sind es jeweils die Modelle Transnordic 66 crown und Amundsen Fram waxless.

Eine Übersicht aller verschiedenen Modelle findest du bei den Herstellern:

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Der Fjellski allein reicht noch nicht

Der beste Ski bringt dir ohne Skibindung und die passenden Skistiefel nichts. Und auch die richtigen Skistöcke solltest du dabei haben. Dann sind deinem Abenteuer keine Grenzen mehr gesetzt und es kann losgehen.

Jetzt bist du an der Reihe. Gefällt dir der Beitrag oder möchtest du etwas ergänzen? Dann freue ich mich über deinen Kommentar.

10 Kommentare zu „Fjellski für Wintertouren mit Pulka

  1. Servus, ein wirklich toller Beitrag über Fjellski für Wintertouren. Sehr interessant ind informativ. Leider sind meine Kinder noch zu klein. Daher reicht es gerade für Ski fahren in Österreich. Bleib gesund und freue mich auf neue Beiträge.

  2. Hallo, sehr interessanter und informativer Beitrag. Ich bin absoluter Ski-Neuling und auf der Suche nach Fjällski. Bei der Suche bin ich bei den Peltonen Hunter (Länge 180cm / Breite 10cm) gelandet. Da ich mit Hund in Schwedisch Lappland unterwegs bin will ich keine Stahlkante. Sagt dir die Marke bzw das Model was? Gruß Harald

    1. Hallo Harald, nein, die kenne ich leider nicht. Die Beschreibung klingt nach einem Ski für losen Tiefschnee, also eher im Wald. Der passt definitiv in keine Loipe mehr. Ich gucke mir den mal genauer an und nehme es auf. Danke dafür. Den Åsnes Finnmark Schuppenski hast du auf dem Schirm? Das wäre der klassische Hundeski für das Fjell über der Baumgrenze. Viele Grüße, Malte

      1. Hallo Malte, danke für deine schnelle Rückmeldung. In der Gegend in der ich unterwegs bin gibt es keine Loipen. Wichtig ist für mich, gut geeignet im ungespurten Tiefschnee und geeignet für Wald und Fjäll. Im Moment favorisiere ich die Peltonen Hunter mit der OAC EA2 Universalbindung. Das beruht aber alles nur auf „reinlesen“ und Kontakt/Empfehlungen der Hersteller. Mit Åsnes hatte ich auch Kontakt und die haben mir für meinen Anwendungsfall den Breidablikk BC empfohlen. Daher suche ich im Internet nach Erfahrungsberichten. Gruß Harald

        1. Hallo Harald, dafür passt der Ski dann wirklich gut, nach meiner bescheidenen Meinung. Wenn Åsnes schon den breiten empfiehlt, dann passt das ja auch. Vielleicht liest hier ja noch jemand mit Erfahrung aus erster Hand mit. Falls du dich dafür entscheidest, bin ich auf jeden Fall auch an deinem Bericht interessiert. Viele Grüße Malte

  3. Erfahrungsberichte sind immer willkommen. Auch wo man die vielleicht in Deutschland kaufen kann. Der auf der Peltonen Homepage genannte deutsche Händler hat die nicht. Sobald ich meine ersten Erfahrungen gesammelt lasse ich gerne einen Bericht da. Gruß Harald

  4. Servus Malte,
    ich habe eine Frage an den Fachmann. Ich fahre zu Hause den Hagan X-TRace mit Schuppen als Steighilfe. Leider habe ich in den vergangenen beiden Jahren den Belag ziemlich verschließen – öfter über zu dünne Unterlage geglitten und Steinkontakt gehabt. Bei meinem Splitboard würde ich den Belang einfach schleifen und glätten lassen, aber wie und wer macht das bei Backcoutry-Ski? Und vor allem, kann man die Steigzone auch schleifen lassen oder verlieren die Schuppen dann die Funktion? Ich bin da leider völlig ahnungslos und hab auch keine Ahnung, wer mir da mit Rat und Tat helfen könnte.
    Schöne Grüße
    Gunther

    1. Hallo Gunther,
      ich kenne deinen Ski leider nicht. Grundsätzlich gilt daher auch: Hersteller anfragen. Wobei deren Antwort nicht alles ist. Es gibt thermisch gepresste Schuppen, aber die meisten sind gefräst. Diese Fräskante hat meines Wissens nach mehr Grip. Wird diese Kante angeschliffen, werden die Schuppen kleiner und werden dadurch wahrscheinlich deutlich weniger greifen. Also besser nicht machen. Ich würde wohl nur die Gleitzonen sauber anschleifen. In meiner Steigzone sind auch schon ein paar Macken. So lange sie noch greifen, ist es nur optimischer Mangel. Für tiefere Macken in der Gleitzone gibt es Füllmasse (Repair Candle), aber das würde ich bei einem Skiservice machen lassen oder jemanden mit Übung. Sonst zieht man die Füllmasse beim Abziehen schnell komplett wieder heraus. Sollten deine Schuppen wirklich hinüber sein, dann gibt es nur noch die ziemlich aufwendige Möglichkeit, sie auszufräsen und ein Fell fest anzubringen. Dann ist es aber kein Schuppenski mehr. Eine Möglichkeit des Nachschärfens ist mir nicht bekannt. Dann geht der Trend wohl eher zum Zweitski für die Premiumbedingungen und die alten dürfen schon ab 5 cm Schnee ran.
      Schöne Grüße
      Malte

      1. Super, danke Dir, sollte es Dich mal über den Harz hinweg nach Süden verschlagen, dann gib Bescheid, Backcountry im Bayerischen Wald hat stellenweise fast was von Kanada 😉

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